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MASTER. Conceptual Textile Design. 2012 / 2013

My way. Materialstudie: Kiefernnadeln.

Ausgewählte Beispiele der Materialstudie "Pine Needle Textiles" | Fotos Simulationen Materialanwendung: Sina Müller

hitzeumformung.jpg hitzeverformung.jpg kiefer_gedruckt.jpg kiefernfasern_nass.jpg kiefernfasern_trocken.jpg kiefernnadelpapier_gerollt.jpg kieferpapier_verformt_verstrkt.jpg nadelfasern_in_strke.jpg nadelfilz_furnier.jpg nadelkochwasser_strke_effektpigment.jpg nadeln_gewalzt.jpg papiere_kiefer_hanf.jpg prgung.jpg schrank_etc.jpg strkedruck_nadelpapiere.jpg tanne_wolle.jpg tannennadelmehldruck.jpg tannenpapier_harz.jpg tischplatte.jpg vollmaterial.jpg wand.jpg zwischengeschpfte_wolle.jpg

My way. Material study: pine needles.

Selected examples of pine wool / forest wool and what can be made of the fibres

Das Interesse für natürliche Materialien begleitet mich nunmehr seit mehreren Jahren in meinen Projekten und vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit und umweltverträglicher Prinzipien im Gesamtprozess rücken immer mehr in den Mittelpunkt meiner Arbeit als Textildesignerin. Mir ist bewusst, dass auch ich dafür Verantwortung trage, mit welchen Materialien wir uns in Zukunft umgeben. Ich möchte Einfluss nehmen auf das Verhältnis zu den Dingen, darauf aufmerksam machen, dass es wichtig ist, woraus diese bestehen und woher sie kommen. Ich möchte als Gestalterin Dinge schaffen, die kulturell eingebettet sind und die Traditionen und die Materialwelt des Ursprungslandes aufnehmen und von dem Reichtum, der in dieser Einschränkung steckt, auch andere Menschen überzeugen. Meine Inspiration lag in einem Pinienwald, der adäquate in Deutschland heimische Ersatz ist die Kiefernnadel. Ein Rohstoff, der regelmäßig anfällt jedoch nur begrenzt genutzt wird. Ich wollte wissen: was kann man alles damit herstellen? Gibt es sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten über die bekannten (v. a. Pharmazeutik) hinaus? So ist die kreativ-forschende Auseinandersetzung mit Kiefernnadeln als möglichen nutzbaren Rohstoff für diverse Materialanwendungen eine für mich nachvollziehbare Fortsetzung meines persönlichen Weges: My way. Ausgangspunkt waren die herabgefallenen, vertrockneten Nadeln. Aus technischen Gründen kamen grüne Nadeln hinzu. Ich spaltete die Nadeln mit Hilfe verschiedener Verfahren auf, stellte Fasermaterial und Papiere als Basis für die weitere Bearbeitung her, nutzte die Nadel an sich, rüstete Flächen für unterschiedliche Einsatzzwecke aus (z. B. Versteifungen) und führte Versuche mit Materialmischungen durch. Begleitet waren die Probenreihen immer von den Gedanken, welchem Einsatzzweck die entstandenen Flächen dienen könnten. Meine Vorstellungen reichen dabei von Garnen (verarbeitet in textile Flächen für Interieur und Bekleidung), Platten/Fliesen für den Innen- und Außenraum, Furniere, bis hin zu individuellen dreidimensionalen Formen. Als Vergleichsmaterial zog ich Tannennadeln hinzu, was sich besonders im Bereich Druck als sehr sinnvoll erwies. Das Material ist als Rohstoff weit verbreitet vorhanden und wird derzeit kaum genutzt, sieht man von der Pharmazeutik ab. Kiefern wachsen schnell. Die ätherischen Bestandteile, die dem Material lange anhaften, können Ungeziefer fern halten (z. B. Motten) und somit tierische Fasern schützen. Möglicherweise sind Kiefernnadeln ein Alternativmaterial für Einsatzzwecke, die bisher nur durch Importe anderer, hier nicht heimischer Materialien ermöglicht werden. Die Ergebnisse können weitgehend auf landestypische andere Pinus-Arten übertragen werden (ökologischer und ökonomischer Vorteil). Die unterschiedlichen Kiefernarten erzeugen verschiedene Naturfarbtöne und somit die Möglichkeit der Kombination. In Kooperationen mit Industriezweigen, die zwar Holz oder ätherische Bestandteile, jedoch nicht die Nadeln der Bäume benötigen, kann beispielsweise die Materialbeschaffung optimiert werden.

Die vorgestellten Studienergebnisse stellen einen Anfang, einen Ideenpool dar. In die verschiedenen einzelnen Richtungen sind intensivere Arbeiten denkbar und wünschenswert. Mischungen mit anderen Fasern oder auch Färbeproben mit natürlichen Farbstoffen sind dabei denkbar. Am meisten reizt mich das, was mir im zeitlichen und technischen Rahmen dieser Arbeit noch nicht gelungen ist: die (maschinelle) Freilegung der Fasern im Inneren des Kiefernnadelblattes (die historisch technisch belegt und mit heutigen Möglichkeiten sicher mit weniger Aufwand durchzuführen ist), um daraus feinere Garne erzeugen zu können und diese in typischen textilen Techniken und Produktanwendungen auf ihre Eigenschaften und sinnvolle Nutzbarkeit zu erforschen.

THEORIE Textildesign an der Burg Giebichenstein. I did it my way!

Basierend auf den Ergebnissen für den Fachbereich kann über diesen hinaus festgehalten werden, dass die Burg traditionell vor allem auf zwei Säulen steht, die unabdingbar erhalten werden müssen: dem intensiven fachübergreifenden künstlerischen Grundstudium und der handwerklichen Ausbildung samt experimentellen Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen Fachbereich. Der freie Umgang mit Gestaltung, der Grenzen auslotet und bisweilen überschreitet, trägt häufig Methoden der freien Kunst in sich, doch immer auf ein Gebrauchsziel ausgerichtet und nicht zum reinen Selbstzweck im Sinne autonomer Kunstwerke. Gerade diese Herangehensweise ist es aber, die Gestalter der Burg auszeichnet. Die Arbeit thematisiert im Gesamtzusammenhang außerdem u. a. die Rolle des Konsumenten in Bezug auf Forderungen an Gestalter, allgemeine internationale Individualisierungsprozesse, auf die wir reagieren müssen, Gedanken der Nachhaltigkeit, Bildung (bereits frühkindlich) als Strategie, Menschen zu einem Bewusstsein für die sie umgebenden Dinge zu erziehen und ihnen die Möglichkeit und auch die Pflicht zur bewussten (und wissenden) Entscheidung zu verschaffen. Dabei hat besonders Textildesign die Möglichkeit einzugreifen: Die Grundelemente, die Textilien per se innewohnen – Verkreuzung, Vernetzung, Verbindung – stellen auch über reine Gestaltung hinausgehende immens wichtige Funktionen des Textildesigns im übertragenen Sinne dar: Textildesign hat eine Bindefunktion. Die Arbeit öffnet – dieser Argumentation folgend – ein Bewusstsein dafür, Textildesign als integratives, interdisziplinäres Element innerhalb als auch außerhalb einer Hochschule zu nutzen und die im Textildesign immanenten Eigenschaften und die damit verbundenen Entwurfsprozesse und Denkstrukturen als immenses Potential zu erkennen. Textildesigner sind sich dieser Aufgabe durchaus bewusst. Ein logisch konsequenter Schritt wäre nun, diese vernetzenden Eigenschaften, insbesondere auch innerhalb der Burg Giebichenstein, intensiv in das Gesamtkonstrukt der Hochschule mit einzubeziehen und über (langfristige) interdisziplinäre Projekte und Kooperationen die Fachbereiche mit ihren jeweiligen Spezialqualifikationen zusammenzubringen und gemeinsam mit klaren Zielvorstellungen den Schritt in die Zukunft zu wagen. Die gemeinschaftliche Vorwärtsbewegung stärker und aktiver verknüpfter Fachbereiche – und somit in der Endkonsequenz individueller Gestalter- und Künstlerpersönlichkeiten – würde das ursprüngliche Gesicht und die in dieser Verbindung enthaltenen Möglichkeiten im Sinne von Paul Thiersch, dem geistigen Vater der bis heute bewahrten Traditionen, schärfen. Klare Standpunkte, Authentizität und Übersetzung von Traditionen in zeitgemäßen Ausdruck entsprechen den sich wandelnden Ansprüchen und Anforderungen an Gestaltung und gleichermaßen an die Gestalter und deren Ausbildung selbst.